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ZO und Kinder 

Immer wieder werden wir gefragt, wie denn ein so mächtiger Hund mit Kindern oder kleinen Tieren auskommt. Unsere schlichte Antwort darauf : “Kein Problem “ ruft dann oft Zweifel, vielmals sogar Unverständnis hervor. Deshalb habe ich diese eine Unterseite eingerichtet, auf welcher wir Bilder von ZO und Kindern beziehungsweise von ZO und kleinen Tierchen veröffentlichen. Die meisten dieser Bilder sind allerdings nicht von uns. Erstens sind unsere eigenen Kinder schon eine ganze Weile außer Haus und andererseits kann uns so auch niemand unterstellen, wir würden den allgemeinen Charakter der Rasse tendenziös darstellen. Das erste ist eines meiner Lieblingsbilder, es zeigt den gerade neun Monate alten BARTANG zusammen mit der eben so alten Tochter der Frau Mayerova. Trotz des eklatanten Größenunterschiedes ist schon deutlich, wer die Zügel in der Hand hat. Auch auf dem zweiten Bild ist die kleine Kacenka Mayerova die Hauptdarstellerin, aber diesmal mit OALA Ruzova Cesta, einer ( allerdings schon recht betagten ) Tante von unserer AUDREY. Dieser unvoreingenommene Umgang mit Hunden ist natürlich das Ergebnis der gemeinsam verbrachten Kindheit, einem Fremden ist sicher davon abzuraten einen ZO als Sitzgelegenheit zu gebrauchen. In diesem Fall ist es für OALA aber selbstverständlich diesen “Missbrauch” gutwillig zu dulden, sieht sie in diesem Menschenkind doch so etwas wie ihr eigenes, mit allen daraus folgenden Rechten und Freiheiten. Und auf dem folgenden Bild ist FARBORKA Barsuk zu sehen, eine noch recht junge Hündin welche eine Tochter der leider viel zu früh verstorbenen BAJA Chanum Barsuk und des uns ja gut bekannten BARTANG Alu Crimea ist. Ganz ruhig lässt der Hund zu, dass er von dem kleinen Kind als Stütze und Deckung benutzt wird. Wie selbst ein Laie sehen kann, geschieht das Alles völlig ohne Zwang oder Unbehagen in bestem Einverständnis. Der deutliche Beweis für ein schönes Verhältnis, welches von gegenseitigem Vertrauen und Zuneigung getragen wird. Und noch ein Bild habe ich mir ausgeliehen, aufgenommen im Zwinger Almaz. Das ist natürlich ein ganz extremer Fall, wenn ein Hund als Reittier benutzt wird. Aber wie man sehen kann, geht sogar das. Natürlich ist das ein wirklich mächtiger Hund und ein recht kleines Mädchen, eine helfende Hand im Hintergrund welche stützt und somit natürlich alles doppelt gesichert. Aber allein, dass sich der Hund dieses gefallen lässt ist ein sicherer Hinweis auf das vertraute Verhältnis zwischen Mensch und Tier und den ausgeglichenen Charakter des Hundes. Weder wirkt der Hund gequält noch das Kind unglücklich, letztendlich ist das Ganze für alle Beteiligten ein Spaß. Ich bitte aber jeden einzelnen unserer Leser ganz eindringlich, davon abzusehen ihren Hund ab sofort als Reittier zu benutzen. Abgesehen davon, dass unter Umständen der betroffene Hund davon schwere gesundheitliche Probleme bekommen kann, besteht bei einem fremden Hund natürlich die Gefahr, dass der Möchtegernreiter gesundheitliche Probleme bekommen kann. Zwischendurch zwei Bilder welche ich aus Deutschland bekommen habe. Sie zeigen einen sehr jungen ZO-Rüden namens SIMBA, gemeinsam mit einem wirklich winzigen Kätzchen. Obwohl der Hund selber ja noch recht jung ist, nimmt er auf das Katzenbaby Rücksicht und ist unglaublich vorsichtig im Umgang damit. Die kleine Katze benutzt SIMBA als Wärmflasche und Bett, als Versteck und Kletterspielzeug. Das erstaunliche ist weniger, dass dieser große Hund mit einer Katze auskommen kann, sondern wie gut und völlig natürlich das trotz des wirklich geradezu gewaltigen Unterschiedes der Größe funktioniert. Auf dem Bild links sitzt die Katze auf einer Pfote, welche größer als die ganze Katze ist! Sehr interessant sind die Ohren des Hundes. er dürfte aus Polen importiert worden sein, dort werden recht oft die Ohren zu solchen “ Teddybärohren ” kupiert. Jetzt kommen noch einige Bilder welche ich alle von der Homepage des Polnischen Clubs für Zentralasiatische Ovtcharka kopiert habe. Diese Seite ist bei den links “ Zu unseren Freunden ” zu finden. Diese Homepage ist meiner Meinung nach die umfangreichste Seite über ZO, gemeinsam mit der russischen Clubseite, welche aber in Kyrillischer Schrift gehalten ist. Ein Besuch dort ist für jeden ZO-Interessierten ein sicherer Gewinn, vielleicht findet ihr dort die Originale der von mir geliehenen Bilder. Zwar ist in unseren östlichen und nördlichen Nachbarländern das Interesse eher für das Verteidigungspotential des ZO gegeben und eher nicht so sehr für die gute Verträglichkeit. Trotzdem findet man auch da viele schöne Beweise für die Gutmütigkeit und gute Sozialisierbarkeit dieser Hunderasse. Und auch diese Bild aus unserem Archiv muss da noch gezeigt werden. Wir erhielten es aus Deutschland von Jens Trant, welcher langjähriger Kaukasen- und ZO-Besitzer ist. Da sieht man seinen ZO-Rüden im Spiel mit einem Kaukasenbaby aus dem Tierheim. Und wer von den beiden das grobe Stück ist, ist wohl auch deutlich erkennbar. Von unseren eigenen Hunde sind wir das ja gewöhnt, aber fremde Tiere sehen zu können, welche ein eben so gesundes, ausgeglichenes Wesen zeigen, einen eben so ausgeglichenen Charakter haben, bereitet uns jedes Mal viel Freude. Diese Bilder, diese Geschichten bestätigen uns immer wieder in unserer wirklich guten und im Lauf der Jahre wohl fundierten Meinung über diese Rasse.

Als abschließende Bemerkung möchte ich aber noch einmal in Erinnerung rufen, dass alle diese Bilder von Hunden und deren Gefährten gewachsene und sorgsam gepflegte Partnerschaften darstellen. Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass einfach jeder mit jedem ZO alles machen kann. Fremden Menschen oder Tieren kann auch der aller freundlichste und geduldigste, der umgänglichste und kinderliebendste ZO sehr rigide zu Leibe rücken. Besonders dann, wenn er “ sein “ Kind oder “ seinen “ tierischen Spielgefährten bedroht sieht.