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Das ist ein schon altes Projekt an dem wir mindestens schon ein ganzes Jahr arbeiten. Es steht aber in der Reihe der geplanten Aktivitäten so weit hinten, weil es sich frühestens im Jahr 2005 verwirklichen lassen wird. Und das ist jetzt auch sehr fraglich, die politische Entwicklung begünstigt eine derartige Reise momentan gar nicht. Der für uns echt am schwersten abschätzbare Sicherheitsfaktor ist die derzeitige, lokale politische Entwicklung. Die Ukraine befindet sich in einer Phase des Umbruches und in den zentralasiatischen Staaten gärt es auch. Wie auch in den anderen Ländern Asiens machen, teilweise bewaffnete und gewalttätige, Auseinandersetzungen zwischen den verschiedensten moslemischen Gruppierungen und den herrschenden Regierungen das Reisen recht unsicher. Als Einwohner eines westlichen Staates kann man unter Umständen in recht unangenehme Situationen geraten. Momentan ist aber nichts von einer ausgesprochenen Eskalation zu hören, also hoffen wir auf eine Stabilisierung der Lage und planen eifrig weiter. Dabei haben wir vorgesehen über die Slowakei in die Ukraine zu fahren. Dort ist ein Aufenthalt auf der Halbinsel Krim mit einigen Besuchen, zum Beispiel “Alu Crimea” vorgesehen. Auf der Krim soll es neben Kaviar und Sekt auch richtig tolle Palmen geben und herrliche Sandstrände, besser noch als an der Cote Azur. Von der Ukraine geht es weiter nach Kasachstan zum ständig schwindenden Aralsee. Von dort quer durch Usbekistan, grob in die Richtung zum Pamirgebirge? Alles in Allem zehn Wochen geballtes Abenteuer. Noch immer sind wir auf der Suche sowohl nach Mitfahrern als auch Sponsoren. Geeignete Mitfahrer für so ein Unternehmen sind gar nicht so leicht zu finden, Marcus und Marcel sind natürlich interessiert, die Frage der nötigen Freizeit ist aber noch nicht geklärt. Aber Sponsoren sind viel schwerer zu finden. Die wirklich großen und finanzkräftigen Firmen sind leider an solchen Unternehmen nicht besonders stark interessiert. Das Thema “Hund” ist wirtschaftlich einfach nicht ausreichend verwertbar, noch dazu wo niemand gerade diese Rasse kennt. Der Name “Sommerer” ist da genau so wenig oder sogar noch weniger wert - erledigt. Aber egal, wir fahren auch ohne große Sponsoren dort hin, es wird vielleicht ein bisschen weniger komfortabel, aber wir fahren! Denn glücklicherweise gibt es schon seit langer Zeit einige nicht ganz so große und reiche Firmen welche uns auf ihre Art unterstützen. Und eine ganz erhebliche Zahl von Freunden steht uns auch zur Seite. Mitfahrer sind natürlich ebenfalls immer willkommen, wer dorthin mit uns mitfahren will ist herzlich eingeladen. Selbstverständlich stellen wir alle nur notwendigen Planungsunterlagen zur Verfügung. Nur sollten unsere Begleiter neben ihrer Tierliebe auch noch einige andere Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen nicht nur gesund sein sondern auch halbwegs fit und wetterfest. Und wir stöhnen noch immer wegen der Frage der Unterbringung des Gepäcks! Was da zusammenkommt ist unglaublich - von der Apotheke bis zum Zurrgurt.
Aber einzelne Etappen haben wir schon geschafft. Eine ganz ordentliche Menge an Material haben wir bereits besorgt. So lagern die Kanister für Wasser und Treibstoff bereits in unserem Schuppen, mehr als dreihundert Liter! Diverses Werkzeug, von der Axt bis zur Seilwinde, ist schon vorbereitet und erprobt. Eine genügende Anzahl wasserdichter Tonnen zum sicheren Verstauen unserer Habseligkeiten sind ebenfalls schon beschafft. Und diese Habseligkeiten sind ebenfalls bereit. Jede Menge unterschiedlichster Dinge sind da dabei, von Medikamenten gegen und für alles Mögliche über Motoröl für das Auto bis hin zu Socken ohne drückende Nähte. Die wetterfeste Kleidung wird die Bewährte sein, welche uns schon bei verschiedenen Gelegenheiten auf den unterschiedlichsten Fahrten gute Dienste leistete, und das Schuhwerk haben wir auch schon neu angeschafft. Schuhe vom Feinsten und jetzt sind wir dabei sie einzutragen, denn wohl jeder kann sich vorstellen was es bedeutet, zwei Monate lang einen drückenden Schuh tragen zu müssen. Der Lastenanhänger bekommt einen selber gebauten, versperrbaren Deckel, da kommt dann das gesamte Gepäck rein. Oder werden wir vielleicht doch den ganzen Kram in den neuen Großen hineinbringen? Und die Checkliste ist zwar unglaublich lang geworden, aber wir haben ( hoffentlich ) nichts vergessen. Von den Autoreifen bis zur Zahnbürste darf nichts vergessen werden, was da zu bedenken ist! Zum Beispiel einer der ersten Punkte der alphabetischen Liste, nämlich die vorher erwähnten Autoreifen: Selbstverständlich bestückt man sein Auto mit geeigneten Pneus und man nimmt auch mehrere komplette Ersatzräder mit, aber was ist mit dem Anhänger? Natürlich braucht der auch geeignete Reifen und Ersatzteile. Also gilt es grobe Winterreifen für ihn zu finden. Denn blöderweise sind die jeweiligen Reifendimensionen von Zugfahrzeug ( 205/75R15 ) und Anhänger ( 165R13 reinforced ) so völlig unterschiedlich, da gibt es kein wechselweises Austauschen. Deshalb müssen auch zwei Ersatzgarnituren mit. An diesem einen Beispiel kann man schon absehen, was für eine Aufgabe die Logistik bislang an uns gestellt hat. Unsere bisherigen Reisen haben uns bis jetzt bei der Planung natürlich sehr geholfen, aber ein derartig umfangreiches Projekt war von uns bislang noch nie durchgeführt worden.
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