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Unsere Pantherschildkröten 

Die ist im Frühsommer 2006 bei uns eingezogen. Im Tausch gegen Babys unserer Sporen haben wir diese afrikanische Schönheit erstanden. Zwar ist sie noch recht klein, nicht einmal ein Kilogramm schwer, aber sie hat sich bei uns schon ganz gut eingewöhnt. Und ziemlich sicher ist dieses Tier ein Weibchen, deshalb haben wir sie ganz toll SULAIKA getauft, aber der Schlendrian des täglichen Lebens machte eine viel kürzere ZULI aus ihr. Da die Pantherschildkröten ganz ähnliche Ansprüche wie Sporenschildkröten es auch haben ( denn in ihrer Heimat Afrika überschneiden sich die Verbreitungsgebiete in den Bergen Äthiopiens) kann man die beiden Arten gut gemeinsam halten. Und Ende September 2006 sind noch zwei Panther bei uns eingezogen. Das sind
EMIR und EMILIA, beide etwa so alt wie unsere ZULI aber fast doppelt so schwer. Und mit stark höckerigem Rückenpanzer. Und besonders EMI, ( die mit dem wunderbar gefärbten, lichten Panzer ) bewegt die Hinterbeine nur sehr zögerlich. Beide Schildis sind immer mit dem bestem Futter versorgt worden und wurden wirklich gewissenhaft gepflegt und liebevoll behandelt, denn beide sind ganz besonders zutrauliche und saubere Tiere. Was ihnen jedoch fehlte war ordentlich viel Sonne, mageres Futter mit viel Mineralien und Ballaststoffen und klimatische Anreize. Jetzt gibt es eine Brennessel- & Disteldiät mit Muschelkalk in Verbindung mit der gerade noch verträglichen Menge UV-Licht. Und EMI’s Beine sind in der letzten Woche schon viel besser geworden, EMIR’s Zustand ist durchaus zufriedenstellend. Die letzten Sonnentage dieses Herbstes und der Auslauf auf der Wiese hat beiden wirklich gut getan, die spezielle Calcium-D-Ringerlösung von “unserer” Mag.Pichler hat natürlich auch mitgeholfen, das Minreraldefizit auszugleichen.

Am Beispiel dieser beiden Schildis zeigt sich, wie schwierig es ist, große, tropische Landschildkröten in einer Wohnung zu halten. Es zeigt aber auch, wie wohlgemeinte und sorgfältige Pflege an den Bedürfnissen dieser Exoten vorbeigehen kann. Aber jetzt sind sie gemeinsam mit ZULI und den “kleinen” Sporen im Schildihaus auf dem “Tisch”, fressen wie neunköpfige Raupen und fühlen sich dabei sichtlich wohl. Und im Dezember sind noch drei weitere Panther bei uns eingezogen. Ein kleinerer ( so um die 5 Kilo ) Bock namens OPUK aus der Tschechischen Republik ( eingetauscht gegen Sporenbabys ) und und zwei schon recht ansehnliche Weibchen, GAMBA und AKUMA aus Österreich. Zu Weihnachten 2006 sind die drei aus der Quarantäne in das Schildihaus eingezogen. Dieses Bild stammt noch aus der Quarantäne, aber dass es ihnen schmeckt, ist offensichtlich. Und so soll das auch sein, wir hoffen sehr auf eine erfolgreiche Nachzucht, denn auch die Pantherschildkröte ist als Art in der freien Wildbah gefährdet. Nach der EU-Verordnung 776/2004 ist der Import in die EU aus praktisch allen ihren Ursprungsländern mit unbefristeter Wirkung ausgesetzt. Und so wie wir den Zustand der Eier einschätzen werden wohl alle gut vierzig “etwas werden”. Und wie schön die Tiere dieser Schildkrötenart sind, ist hier an unserer AKUMA im “Sonnenbad” wohl für jeden klar zu erkennen. Schade wäre es, würde diese Art - wir sprechen hier von der nördlichen Unterart Stygmochelys pardalis babcocki - nicht erhalten werden - noch sind diese Tiere in der freien Wildbahn nicht akut bedroht - aber so weit wollen wir es erst gar nicht kommen lassen. Und aktiv wehren wir dieser möglichen Bedrohung, von unsere Nachzuchten sind die ersten Tiere geschlüpft, jede Menge Eier warten noch in den Brütern auf ihren Termin. Und wie sieht so ein Baby aus? PUTZIG ! Auf diesem Bild ist das Tierchen gerade einmal zwei Tage alt und so groß wie ein Maikäfer. Das aparte Muster auf dem Panzer wird mit zunehmendem Alter verschwinden und sich zu dem typischen Panthermuster auswachsen. In zehn, fünfzehn Jahren wird dieses winzige Tier eine richtige Pantherschildkröte sein, knapp einen halben Meter lang und hoffentlich noch glatter als unsere beiden großen Damen.