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Wieso Agaporniden bei uns einzogen ist wohl hinlänglich bekannt. Durch das wirklich einnehmende Verhalten und die prachtvollen Farben bahnten sich diese winzigen Papageien einen direkten Weg in unsere Herzen. Un d das so gründlich, dass derzeit rund 40 adulte Vögel abwechselnd unsere - bzw ihre Sommervoliere, wie rechts zu sehen und im Winter unser Schildihaus wie unten, bevölkern. Das paßt klimatisch ganz hervorragend, denn die Agaporniden stammen aus Afrika. Die meisten Arten sind in Ost- und Zentralafrika zu finden, teilweise bis nach Südafrika hin. Das bedeutet dass diese Papageien exakt das selbe Verbreitungsgebiett wie etwa die Pantherschildkröten bewohnen, dadurch sind sie natürlich auch an das selbe Klima gewöhnt. Unsere Agas sind alle Nachzuchten aus Europa und somit noch besser an unser gemäßigtes Klima angepaßt als die ursprünglichen Afrikaner, deshalb ist im Sommer eine Unterbringung im Freien sinnvoll, ja geradezu notwendig. Die Voliere wurde ganz einfach deshalb notwendig, weil das Schildihaus im Sommer ja nur einen Teilbetrieb aufrecht erhält, alle Türen offen stehen. Und der Nutzen der Voliere ist ein doppelter, denn die winzigen Babyschildis können auf dem Boden der Anlage in völliger Sicherheit herumkrabbeln, geschützt vor allen Feinden. Und Papageien brauchen eine solche Unterbringung. Fast möchte ich sagen, dass Agaporniden gar nicht in einer Wohnung gehalten werden können - na gut - nur unter starken Einschränkungen. Denn die Kleinen machen viel Unfug. Erstens sind sie unglaublich laut, immer den Schnabel offen und ständig am Streiten. Zweitens sind sie unglaublich neugierig, überall stecken sie ihren krummen Schnabel hinein und benagen alles und jedes. Und drittens machen sie Mist, Futterreste und Federn fliegen herum und ihren Kot verteilen sie unparteiisch überall. Und damit muss man erst einmal klar kommen. Darüber hinaus sind diese kleinen Krummschnäbel zwar unter einander sehr sozial, aber auch sehr aggressiv fremden Vögeln gegenüber. Wellensittiche oder andere Kleinvögel werden sehr schnell arg gehackt, und wenn nicht genug Freiraum vorhanden ist so lange geschunden bis ...... . Dann heißt es “Diese grauslichen Vogerln” und “Weg mit ihnen” - somit landen diese unverstandenen Tiere bei der ARGE Papageienschutz oder eben bei uns.
Wir versuchen diese putzigen Tiere ordentlich zu halten und ihnen allen einen schönen Verbleib sicher zu stellen. Leider ist das oft nur mehr der Lebensabend, denn viele dieser Vögel kommen schon in einem fortgeschrittenem Alter zu uns. Und ihre Lebenserwartung beträgt eben nur so an die 10 Jahre. Und der Nachschub an ungewollten Vögeln versiegt nicht. Deshalb lassen wir die Aga’s bei uns nicht erfolgreich brüten um diesen Kreislauf Zucht - Handel - Hinauswurf zu unterbrechen. Mehr und ausführliche Infos zu diesem Problemkreis ist auf der hp der ARGE Papageienschutz zu finden - sehr empfehlenswert!
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