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Rassestandard
Federation Cynologique International
Secretariet General : 14, rue Leopold II, 6530 THUIN (Belgique)
F.C.I.-Standard Nr. 335 / 07. 07. 1993 / D
MITTELASIATISCHER SCHÄFERHUND
ÜBERSETZUNG : Frau Michele Schneider
Ursprung : Russland
Datum der Publikation des gültigen original Standard : 1989
F.C.I.- Klassifikation : Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molosser und Schweizer Sennenhunde Sektion 2.2 Molosser / Berghunde
Die Schäferhunde Mittelasiens sind übermittelgrosse oder grosse Hunde mit derbem Körperbau, stark, mutig, misstrauisch gegenüber Fremden, anspruchslos und sie passen sich leicht unterschiedlichen Klimabedingungen an. Dies erlaubt die vielfältige Verwendung der Mittelasiatischen Schäferhunde in den unterschiedlichen Landesteilen. Die Mittelasiatischen Schäferhunde sind besonders in den zentralasiatischen Republiken und den umliegenden Gebieten verbreitet.
KÖRPERTYP: Derb, mit kräftigem Knochenbau und starker Muskulatur. Oft trifft man Hunde dieser Rasse an, die zur Schlaffheit neigen. Die dicke Haut mit gut entwickeltem und hinreichend elastischem Bindegewebe bildet in der Halsgegend oft Falten aus.
Fehler: Fettsucht
Schwere Fehler: Schwächliche Konstitution, Rachitis, Muskelschwäche.
FORMATINDEX : Für die Rüden 100 – 105, für die Hündinnen 102 – 108.
Fehler : Leichte Abweichungen vom angegebenen Format
Schwere Fehler: Große Abweichungen vom standardgemäßen Format.
WIDERRISTHÖHE : Für die Rüden nicht unter 65 cm, für die Hündinnen nicht unter 60 cm.
Fehler: Widerristhöhe von 64 bis 60 cm inklusive bei Rüden, zwischen 60 und 58 cm bei Hündinnen.
Schwere Fehler: Widerristhöhe unter 60 cm bei Rüden, unter 58 cm Fehler bei Hündinnen
BESONDERE VERHALTENSMERKMALE: Hund mit sehr großem Bewegungsdrang, ruhig-ausgeglichen. Die vorherrschende Reaktion ist die einer aktiven Verteidigung.
Fehler : Übergroßer Mangel an Mut, ängstliches Wesen
Schwere Fehler: Sehr große Reizbarkeit, Feigheit.
Geschlechtstypus: Gut ausgeprägt. Die Rüden sind maskuliner, stärker und kräftiger gebaut als die Hündinnen. Der Geschlechtsunterschied ist deutlich ausgeprägt.
Schwere Fehler: Rüden von femininem Typ. Ein- oder beidseitiger Kryptorchismus.
HAAR: Grobes, gerades Haar mit gut entwickelter Unterwolle. Auf dem Kopf und den Vorderseiten der Gliedmassen kurzes, gut auf der Haut anliegendes Haar. Die Hunde werden nach ihrer Haarlänge unterschieden in a) langhaarig (7-8 cm) auf der Rückenlinie und der Körperoberseite, besonders auf den Ohren, dem Hals, der Rückseite der vorderen und der hinteren Gliedmassen und auf der Rute b) kurz-(3-5 cm) und glatthaarig.
Schwere Fehler: Sehr kurzes Fell und fehlende Unterwolle, weiches, gewelltes oder gelocktes Haar.
Farbe: weiss, schwarz, grau, strohfarben, fuchsrot, braungrau, getigert, gescheckt, getüpfelt.
KOPF: Massig, breite Hirnschädelregion mit stark, entwickelten Jochbeinen. Flache Stirn, nur wenig betonter Stop. Der Nasenrücken ist ein wenig kürzer als der Hirnschädel, breit zwischen den Augen und verengt sich zum Nasenschwamm hin fast nicht. Von vorne und von oben betrachtet erscheint der Fang rechteckig, während das Profil die Form eines Kegelstumpfes hat, mit dicker auf die Lippenwinkel hängender Oberlefze. Der Nasenschwamm ist kräftig und schwarz. Ein brauner Nasenschwamm ist bei Hunden mit heller Fellfarbe zulässig.
Fehler : Kleiner Kopf, sehr stark hervorstehende Jochbeinbogen, gewölbte Stirn, sehr betonter Stop, hervorstehende Augenbrauenbogen, kurzer oder langer Fang. Faltige Haut auf dem Kopf.
Schwere Fehler: Schmaler, leichter Kopf, spitzer oder aufgebogener Fang.
OHREN: Klein, herabhängend, tief angesetzt dreieckig (den Welpen werden sie kurz kupiert)
Fehler : Hoch angesetzte Ohren, unkupierte Ohren.
AUGEN : Dunkel, weit auseinanderstehend, rundlich, gerade liegend.
Fehler : Helle oder schräg liegende Augen. Hängelider. Weiße Hornhautflecken.
Zähne : Weiss, stark, enger Gebißschluß. Die Schneidezähne stehen mit ihrer Basis auf einer Linie, Scherengebiß.
Fehler. : Nicht altersgemäße Abnutzung der Zähne. Abgebrochene Zähne, wenn damit keine Veränderung des Gebißschlusses verbunden ist. Fehlen von mehr als zwei Prämolaren 1 oder eines Prämolaren 1 und eines Prämolaren 2. Leichte Gelbfärbung der Zähne.
Schwere Fehler: Kleine dünne Zähne, unregelmäßig aufgereihte Schneidezähne. Jede Abweichung von dem regelgerechten Scherenschluß. Fehlen eines Schneide- oder Fangzahnes. Fehlen eines Prämolaren 3 oder eines Prämolaren 4 oder eines Molaren. Zähne mit stark beschädigtem Schmelz.
HALS: kurz, muskulös, tief getragen, mit der Rückenlinie bildet er einen Winkel von etwa 30° bis 40°.
Fehler: Langgestreckter ausgeprägter Hals, unzureichende Bemuskelung, sehr ausgeprägte Wamme.
BRUST : Breit und tief, mit gerundeten Rippen. Die untere Brustlinie befindet sich auf der Höhe der Ellenbogen oder liegt tiefer.
Fehler: Abgeflachte oder etwas wenig entwickelte Brust. Merklich hängende Haut unter der Brust.
Schwere Fehler: Flache, enge, schmächtige, ungenügend entwickelte Brust
BAUCH : Leicht aufgezogen
Fehler: übermäßig (windhundartig) oder unzureichend aufgezogener (voluminöser) Bauch.
Widerrist: Stark hervortretend, besonders bei Rüden. Die Widerristhöhe liegt um 1 oder 2 Zentimeter über der Höhe an der Kruppe.
Fehler: Niedriger, ungenügend über die Rückenlinie hervortretender Widerrist.
RÜCKEN : Kräftig, gerade, breit.
Fehler : Weicher oder leicht gewölbter Rücken
Schwere Fehler: Sattel- oder Karpfenrücken.
LENDE: Kurz, breit, leicht gewölbt.
Fehler : Längliche, gerade oder zu stark gewölbte Lende.
Schwere Fehler: Lange, schmale oder eingefallene Lende.
KRUPPE : Breit, muskulös, nahezu horizontal.
Fehler : Leicht schräge Kruppe.
Schwere Fehler -. Schmale, kurze, stark geneigte Kruppe, sehr hohe Kruppe
Rute: Hoch angesetzt, sichelförmig, herabhängend, sie reicht bis zum Sprunggelenk. Wird kurz kupiert.
Fehler: Unkupierte Rute.
Vordere Gliedmassen Von vorne gesehen: gerade und parallel. Die Länge der Vordergliedmassen bis zu den Ellbogen (vom Boden bis zum Ellbogen) übertrifft leicht die halbe Widerristhöhe. Der Winkel zwischen Schulterblatt und Oberarm beträgt ungefähr 100° . Gerade, starke, lange Unterarme. Kurzer, breiter, kräftiger, senkrecht gestellter Mittelfuß.
Fehler: Geringe Abweichungen in der Winkelung des Schultergelenks. Pfoten leicht ein- oder ausgedreht, etwas weiche Fußwurzeln.
Schwere Fehler: Schulter zu steil gestellt oder Schulterschluss zu eng, deformierte Knochen der Gliedmassen. Weiche Fußwurzeln. Pfoten stark ein- oder ausgedreht.
Hintere Gliedmassen: Parallel, in Höhe von Knie- (Wade) und Sprunggelenk etwas weit. Kurze Unterschenkel, Mittelfuß kräftig, senkrecht stehend.
Fehler: Kleine Abweichung von der Parallelität der hinteren Gliedmassen, leicht enge Stellung der Sprunggelenke. Etwas steile Winkelung der Hinterhand.
Schwere Fehler: Deutlich ausgeprägte Abweichung von der Stellung der Parallelität der Gliedmassen. gebogene Gliedmassen. Übertrieben steile Winkelung der Hinterhand.
PFOTEN: (Vordere und hintere) : Kräftig, oval, kompakt
Fehler: gespreizte, längliche, flache Pfoten
Schwere Fehler: stark gespreizte, sehr flache Pfoten.
Bewegung : Der schwere, verkürzte Trab und der Galopp sind die typischen Gangarten dieser Hunderasse. Im Traben müssen sich die Gliedmassen geradlinig bewegen, wobei die Vordergliedmassen eine gewisse Annäherung zur Medianlinie zeigen.
Fehler: Geringfügige Abweichung von den vorgeschriebenen Gangarten.
Schwere Fehler: Steife, gehemmte Bewegungen.
Ausschlußfehler: jede Abweichung vom korrekten Gebißschluß. Fehlen eines Schneide- oder eines Fangzahnes, weiters eines Prämolar 3, eines Prämolar 4 oder eines Molaren.
Nachbemerkung : Rüden müssen zwei augenscheinlich normale und völlig in das Skrotum abgestiegene Hoden aufweisen.
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