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NAZIM 

NAZIM ist unser Jüngster. Im Spätsommer 2003 importierten wir ihn aus Russland. Die Geschichte seiner Einreise nach Österreich ist uns ein eigenes Kapitel wert gewesen. Die Suche nach einem genetisch wertvollen, gesunden und gut veranlagten Hund bester Linie dauerte ein halbes Jahr, dann kamen Bilder seiner Eltern. Legendäre Namen sind da auf den Pedigrees zu finden gewesen. AKGUS ist sein Urgroßvater, einer seiner Großväter ist ARAY, alles Hunde welche ihre Qualitäten oftmals bewiesen haben. Und nach den Daten seiner Vorfahren kamen die ersten Bilder der Welpen. Genau dieses da rechts oben, und der Kleine wurde bestellt. NAZIM wurde uns zugesichert und weitere Bilder und Infos kamen auf den bekannten Umwegen über Polen und die Tschechische Republik nach Österreich, vor Allem der Transport von Russland nach Österreich stellte uns vor erhebliche logistische Probleme. Aber auch das konnte zu unserer Zufriedenheit geklärt werden. Von Moskau per Zug über Warschau ( Frau Babirecka - Kawalkada ) und weiter mit unserem Auto über Ostrava ( Frau Mayerova - Barsuk ) in das neue Heim nach Obersiebenbrunn. Dieser kleine süße Hundi ist in der Zwischenzeit rund achtzig Zentimeter hoch, alle die ihn nicht kennen und das erste mal sehen, halten ihn für gigantisch, aber er ist noch immer unser Burzibua, der Kleine. Und süß ist er immer noch. Sein Wesen ist geradezu verblüffend, völlig ruhig, immer fröhlich und absolut verträglich. Egal ob Mensch oder Hund oder beliebiges Haustier, jeder und jedes wird von ihm unvoreingenommen freundlich begrüßt. Erstaunlich ist es auch immer wieder, wie gut und entspannt er mit anderen Rüden umgehen kann, er provoziert nicht und wird von allen sehr schnell akzeptiert. ( Äh - wer ihn nicht akzeptiert lernt aber sehr schnell ihn zu akzeptieren.) Nichts und niemand kann ihn erschrecken, nur rutschiger Boden macht ihn vorsichtig. Nicht dass er blöde wäre, ganz im Gegenteil, sein Interesse gilt wirklich jeder Kleinigkeit und er ist immer für Spiele jeder Art zu haben. Mit AISHA wild, mit AUDREY vorsichtiger und mit DOLLY und SARAH ganz lieb. Kommt ihm aber jemand aggressiv, kann er schon ein wirklich ordentlich böses Gesicht machen und raubtierhaft ( so gestreift, hinter dicken Gitterstäben ) knurren. Und jeder der die Rasse nicht kennt und ihn sieht, fragt uns nach diesem “ riesigen “ Hund. Meine Antwort, er sei gerade einmal zwei Jahre alt und somit eigentlich noch mehr oder weniger ein Baby, ruft dann allgemeines Erstaunen hervor. In unseren Augen und in der etwas anderen Welt der ZO ist er eben noch immer ein Hundekind, das Stockmanns hingegen attestiert ihm eine Schulterhöhe von gut 80 cm, die Waage spricht inzwischen von mehr als 65 kg - alles ist relativ. Er kann, zumindest im Bedarfsfall, etwa wenn er fotografiert wird, auch schon sehr erwachsen dreinschauen, tief im Innersten ist er aber noch immer unser “Kleiner”. Das wird er für uns natürlich mindestens die nächsten fünfzehn Jahre auch bleiben!

Auf seiner ersten Hundeausstellung errang er den Titel Jugendbester, und im Vergleich zu allen anderen Hunden der bekannten Rassen machte er schon einen ordentlich Eindruck. Mastiffs und Bernhardiner sehen neben ihm schon ein bisschen nach wenig aus, richtige ZO-Rüden können natürlich noch mithalten - aber wie lange noch? NAZIM wird schon in naher Zukunft, zumindestens für unsere europäischen Verhältnisse,  ein Ausnahmerüde sein. In ein oder zwei Jahren wird er wirklich ausgewachsen sein und dann wird das auch jedem Laien klar sein. Die Eurodog im Jahre 2005 haben wir ( NAZIM und ich )  als Betreuer für den dortigen AHHC-Infostand durchgestanden, tausende Leute und hunderte Hunde mussten beschnüffelt werden. Und nichts und niemand konnten ihn aus der Ruhe bringen, nicht freche Kleinhunde und auch nicht unbeholfene Annäherungsversuche von Menschen. Für mich ein wirklich befriedigendes Erlebnis, wie gefestigt und selbstsicher unser Kleiner schon ist. Wobei ihm die freie, unberührte Natur immer noch lieber ist als selbst die aller freundlichste Menschenansammlung. Im stillen, tiefen Wald fühlt er sich wohl, auf der freien Wiese oder auf den Schotterbänken der Donauufer, dort ist er am glücklichsten. Und was kann der Kleine sonst noch, wird er sich vererben ? Ja gezüchtet wird auch! Eine Anfrage ihn als Deckrüde zu nutzen liegt schon vor, und wir können mit gutem gewissen und voller Freude zusagen. Denn das obligatorische Hüftröntgen haben wir schon gemacht und auch befundet. Beide Gelenkspfannen sind ordentlich ausgeprägt, der Winkel nach Norberg-Olson beträgt sowohl links wie auch rechts 100° - das ist nicht so ganz ideal ( AUDREY hat zweimal 105° ) aber als Übergangsform okay. Und die Zuchttauglichkeitsprüfung haben wir gleich zwei Tage später absolviert, NAZIM’s Wesen hat wieder einmal für Überraschung gesorgt. Immer freundlich, immer entspannt lässt er sich anschauen und angreifen, vorführen und abmessen. Das Resümee des ganzen Unternehmens kurz zusammengefasst, NAZIM ist als Deckrüde angekört.