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Kostruktionen für unsere Schildis 

Unser Schildkrötenbestand hat im Laufe seines Wachstumes immer wieder unterschiedliche Anforderungen an uns und unsere Improvisationsgabe gestellt.

Eine solche Herausforderung ist zum Beispiel das Problem, dass Schildis keine Vorstellung von Hygiene beim Fressen haben. So trampeln sie nicht nur mit ihren sandigen Hufen in die Futterschüsseln und fressen dort mitten in / auf dem Futter liegend sondern wenn der Bauch gut gefüllt ist entspannen sie dort auch ihren Enddarm. So kommen wirklich erhebliche Mengen Kot und Urin auf das Futter, nicht nur das dieses sehr grauslich ist, die Reinfektion mit Endoparasiten wird dadurch unglaublich betrieben. Wie kann man die Tiere so aus dem Trog halten, dass sie zwar ordentlich daraus fressen können aber nicht hinein ........ können?

Ganz einfach : Man baut ein Geländer rund herum. So niedrig, dass die Großen gerade mit dem Kopf darunter durch können, aber nicht reinkrabbeln können. Die Kleinen schaffen das aber ganz leicht und gelangen so an das Futter im Inneren, können sich also in aller Ruhe satt fressen. Nur muss das recht massiv sein, erreichen unsere Schwergewichte einen bestimmten Leckerbissen nicht, kann es schon recht rabiat werden, unser “Klana” oder - im Bild “Beauty” fahren mit dieser gut 40 Kilogramm schweren Konstruktion plus dem enthaltenen Futter schon einmal quer durch das Schildihaus.

 

Eine andere Herausforderung stellte sich mit den ersten Schildkröteneiern. Natürlich wollten wir den Nachwuchs ausbrüten und aufziehen - das war und ist ein erklärtes Ziel unserer Schildihaltung. Aber konventionelle, käufliche Brüter für Reptilieneier haben sich einfach nicht bewährt und sind darüber hinaus für die bei uns übliche Zahl an Eiern viel zu klein. So bauten wir Aquarien ( derzeit ein 250 Liter großes in Betrieb ) zu Brutapparaten um. Und das geht etwa so: Ein Viertel bis ein Drittel wird das Aqua mit Wasser gefüllt, dieses wird mit einem Regelheizer temperiert, und zwar etwa ein bis zwei Grad weniger warm als die gewünschte, die benötigte Bruttemperatur. Ein Gitterrost in etwa der halben Höhe des Aquas trägt die Eier. Die liegen natürlich nicht auf dem Rost herum, sondern sind in Körbchen auf passendem Substrat gelagert. Und darauf liegt noch eine 60 Watt starke Glühbirne welche mittels eine Thermostates die genaue Bruttemperatur einstellt. Dadurch wird einerseits sichergestellt, dass die benötigte Luftfeuchtigkeit von über 80 % erreicht wird aber die Eier nicht durch übermässiges Kondensat nass werden.