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NAZIM und ich haben am 2.3.2006 eine Polenreise unternommen. E r hatte den Spaß und ich die Arbeit - aber so ist das Leben. Er durfte sich mit DARZA Urush vergnügen und ich durfte vierzehn Stunden Autofahren. In Österreich war die Fahrerei noch ganz okay, ich selber schon recht munter und der Weg bekannt. In der Tschechei war es ähnlich einfach, es gibt eine recht gute Autobahn aber auf der Landstraße knapp vor der polnischen Grenze holte uns der Winter ein. Das da ist die tief verschneite Ortsdurchfahrt von Kraliki, der Grenzstadt auf der Tschechischen Seite. Und bis Konin wurde es nicht wirklich besser, Glatteis und Unfälle machten die Fahrt recht anstrengend und im negativen Sinn abwechslungsreich. De r Straßenzustand ist nicht so toll, aber es wird wirklich fleißig gebaut, nur das hilft momentan auch nicht wirklich. Und so brauchten wir ganze acht Stunden ( von 5:00 bis 13:00 ) bis zu unserem Eintreffen in Konin. Nach ausgiebiger Begrüßung und ordentlich Kaffee ging es an das Hundebaby-machen. Aus Gründen der Diskretion gibt es keine Bilder, aber so viel sei verraten, es hat gut geklappt. NAZIM zeigte sich von seiner besten Seite, geduldig und bedächtig vermied er jede Komplikation. Von älteren, erfahrenen Rüden kennt und erwartet man dieses ruhige Verhalten ja, aber bei einem so jungen Rüden wie es unser Kleiner ist das eher ungewöhnlich. Und DARZA ( hier mit ihrer Besitzerin Agnieszka ) ist wirklich eine Augenweide, ausgeglichen und dabei durchaus zugänglich. Also gut, mir gegenüber recht zutraulich. Alle waren ein wenig verwundert, wie gut sie mit mir zu recht kam. Aber sie ließ sich von mir ganz problemlos anfassen und leiten, gar nicht aggressiv. Und natürlich ist da auch der Einfluss der Erziehung zu spüren, Agnes hat ihre Hunde tadellos in der Hand, ihre ZO sind nicht nur gut erzogen sondern auch körperlich in einer top Verfassung. Da der Nachmittag aber viel zu schnell verging und die Zeit ( unglücklicher weise ) drängte, blieb für die anderen Hunde einfach zu wenig Zeit. Nach einem kurzen Besuch und Blick auf diese Tiere, ( gehalten auf einem guten Hektar Grund! ) gab es noch einen ordentlichen Imbiss bei Agnieszkas Eltern. Diese haben eine Terrierhündin, welche überhaupt keine Probleme mit NAZIM hatte. Klar, da wie man deutlich sehen kann, sind die beiden genau gleich hoch. Dann galt es endgültig aufzubrechen, nach herzlicher und ausgiebiger Verabschiedung und vielen guten Wünschen fuhren wir beiden Burschen wieder heim nach Österreich. Die Fahrzeit betrug diesmal ganze gezählte neun Stunden ( von 19:00 bis 4:00 ) NA ZIM hat gepennt und ich habe gelenkt. Dabei wählte ich einen kleinen Umweg über einen größeren Grenzübergang, um nicht mitten in der Nacht auf den tief verschneiten Straßen über die Berge kurven zu müssen. Die Wahl, größere Straßen zu benutzen war eindeutig richtig, es gab auf dem ganzen Heimweg kaum Probleme, außer mit meiner Müdigkeit. Die letzten fünfzig oder sechzig Kilometer, schon auf den gut vertrauten Straßen Niederösterreichs verlangten volle Konzentration, hätte ich noch weiter fahren müssen, wäre eine längere Pause ( mit Schlaf ) unumgänglich gewesen. Diese Gewalttour war notwendig, da ich am Freitag als Trauzeuge meinen Mann zu stehen hatte, was mir dann nach drei Stunden Schlaf auch ganz gut gelang. Und was haben wir außer den neuen Bekanntschaften mitgebracht? Wieder einmal die Erkenntnis, nette Menschen und gute Tiere gibt es in allen Ländern der Welt. Sprachbarrieren und die Unmöglichkeit der Verständigung gibt es nur für Dumme. Und wenn wir Europäer sein wollen, dürfen wir nicht an der March oder Thaya umkehren. Und der kleine Purzel da rechts, gerade einmal fünf Monate alt hat es mir besonders angetan. Das ist ein Halbbruder von DARZA, und aus dem wird noch etwas Ordentliches werden. Wir werden diese Entwicklung natürlich ganz genau verfolgen und bei unserem nächsten Polenaufenthalt ordentlich dokumentieren. Denn ich musste hoch und heilig versprechen wieder zu kommen, nicht nur so kurz, sondern auf einen ordentlichen Besuch, mit der ganzen Familie. |