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Das Thema der Hundekämpfe wird immer wieder angesprochen, und immer wieder dringt Information über die Kampfkraft der ZO in Öffentlichkeit. Natürlich besitzt ein ZO sowohl das körperliche Potential als auch den unbeugsamen Charakter welche ihn zum Kämpfen befähigen. Aber niemals wird dieser Hund um des Kampfes willen attackieren, sein Verhalten ist von sozialen Antrieben bestimmt. Ausschliesslich der Schutztrieb und die Sicherung seines soziales Prestige bestimmen in solchen Situationen sein Verhalten.
Wird ein ZO, so wie jeder andere Hund, jedes andere Tier auch, in Verteidigung einen Gegner bekämpfen, ist das ein ganz natürliches Verhalten. Jedes, aber wirklich jedes Tier wird ab der Überschreitung einer gewissen Reizschwelle zur aktiven Abwehr übergehen. Dieses bei jedem Lebewesen feststellbare Verhalten ist altbekannt. Die kämpfende Ratte in der Ecke wurde sogar sprichwörtlich, und völlig undressierte Wildtiere können durch abwechselndes, vorsichtig dosiertes Eindringen in Flucht- und Angriffsdistanz dirigiert werden. Bei domestizierten Tieren ist diese F luchtdistanz natürlich schon seit vielen Generationen durch gezielte Zuchtwahl “weggezüchtet”, aber gerade bei Hunden hat man auf das Angriffsverhalten durchaus Wert gelegt. Aber gleichzeitig wurde auch großer Wert darauf gelegt, dass die Tiere untereinander durchaus verträglich sind. Was ja auch sinnvoll ist, wie soll denn so ein Herdenschutzhund die im anvertrauten , oftmals für dir Hirten lebensnotwendigen Herdentiere und Sachwerte beschützen, wenn er einerseits nicht bereit ist, sich einem Eindringling entgegen zu stellen und andererseits nicht mit allen seinen Rudelgenossen zusammenarbeitet? Die gute und koordinierte Zusammenarbeit, das gesunde Sozialverhalten sind da gefragt. Und hier liegt der wirklich entscheidende Punkt ,- nämlich in der gelungenen Sozialisierung und der damit bereits in frühester Jugend erfolgten verbundenen Festlegung der Toleranzschwellen, also der Flucht- und Angriffsdistanz sowie der Feindbilder. Es liegt hier völlig in den Händen der für die Aufzucht verantwortlichen Menschen, die Grenzen des Hundes zu bestimmen. Will jemand eine unnatürliche Bestie, ist es ein Leichtes, den Hund so zu verderben, brutal zu pervertieren, dass er blindwütig alles Fremde angreift. Sozialisiere ich meinen Hund aber geschickt und richtig, gewöhne ihn an den Umgang mit Mensch und Tier, werde ich immer einen ruhigen Begleiter haben. Der aber trotzdem im Ernstfall für die Seinen einstehen wird - versprochen!
Um an der Bestie anzuknüpfen. Wir alle haben sicher schon die ekelhaften Bilder von Hundekämpfen gesehen, blutige, zerfleischt und oft tote Tiere. Hunde welche oft selber schon schwerst verletzt immer noch versuchen, ihren jeweiligen Widerpart zu töten, zu verstümmeln. Das ist dann aber immer und ausschließlich widernatürliches, krankhaftes Menschenwerk. Wirklich wehrhafte Tiere besitzen von Natur aus völlig zuverlässige Mechanismen um solche Grausamkeiten zu vermeiden. Alles was Tiere tun oder lassen, dient der Erhaltung der Art. Der grausame Tod eines Tieres der gleichen Art dient nun aber eindeutig nicht der Arterhaltung sondern nur dem ekeligen, pervertierten Vergnügen psychisch kranker Menschen! Bei Wölfen und auch bei ursprünglichen Hunderassen ( wie es der ZO einmal ist ) kann man beobachten, dass Auseinandersetzungen zwischen den Rüden weitgehend unblutig verlaufen. Es findet hier keine ( oft selbst-) zerstörerische Beisserei statt, sondern eher ein fairer Ring kampf. Natürlich geht auch das nicht ohne Blessuren ab, ausgefranste Ohren und blutige Lippen sind da schon an der Tagesordnung. Aber wenn sich einer der Kontrahenten von Kampf zurückziehen will, dann kann er das auch, körperlich weitgehend unverletzt, nur psychisch belastet durch das natürliche Dominanzverhalten des Stärkeren. Hier wird das natürliche und durch gesunde Instinkte gesteuerte Unterwerfungsverhalten noch ausgeführt, richtig erkannt und akzeptiert. Damit will ich keiner Form der Tierkämpfe das Wort reden, es soll nur zeigen, dass Auseinandersetzungen innerhalb der Art ein natürlicher, biologisch notwendiger und auf keinen Fall ein zerstörerischer Akt sind. Und noch immer sind unsere ZO psychisch so gesund, dass sie selbst bitter provoziert, nicht ihre guten Manieren vergessen. Mit anderen Hunden wird sich der soziale und selbst sichere ZO vertragen, wenn die Besitzer das auch wirklich wollen. Da kann man unsere ZOs gemeinsam mit Christians Bordeauxdoggen sehen, völlig entspannt. Der Ruf dieser Molosser ist in der Öffentlichkeit fast ebenso perfid und verfälscht dargestellt wie der der russischen Herdenschutzhunde ZO und Kauki. Klar “könnten die”, aber warum um Gottes Willen sollten sie? Und sollte es einem fremden Hund doch gelingen, Streit vom Zaun zu brechen, geht auch nicht die Welt unter. Es wird dem anderen Hund, auch wenn er selber noch so unfair und böse agiert nichts wirklich Schlimmes geschehen, der ZO wird in einfach fixieren. Dann sollte auf alle Fälle so viel Zeit bleiben, dass die beiden Hunde unbeschadet getrennt werden können. So wird der überlegene ZO dafür sorgen, dass die Auseinandersetzung fair verläuft und niemand zu schaden kommt. Und wenn der ZO verliert? Na ganz einfach, dann ist der Sieger ein anderer ZO und es gilt das zuerst gesagte. |