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Der Zwinger ist bei uns nur virtuell. Unsere Hunde werden nicht eingesperrt, aber die Bezeichnung Zwinger steht in der deutschen Sprache eben für eine Stelle welche Hunde züchtet. Die Tschechen sagen dazu chovatel stanize - Zuchtstation, das trifft es ein wenig besser, aber das Wahre ist es auch nicht. Ebenso wenig wie der englische kennel dem Sinn gerecht wird. Also lassen wir Zwinger gut sein und wollen damit zufrieden sein.
Der Zwingername
Nach dem es klar war, dass die Rasse des ZO unserer weiteres Hundeleben bestimmen würden, nachdem AUDREY die Vitrine mit Pokalen gefüllt hatte, war die nächste logische Konsequenz zu züchten. Die geeignete Hündin hatten wir ja, jetzt galt es einen ordentlichen Zwingernamen schützen zu lassen. Aber welchen? Die FCI wünscht unter Anderem einen Bezug zu der Rasse, eventuell auch einen historischen Zusammenhang. Wir studierten natürlich schon seit längerem Land und Leute Zentralasiens, und dabei bin ich auf eine ganz erstaunliche Persönlichkeit gestoßen - Dschagaday Chan. In manchen Transkriptionen auch Tschagatai benannt, machte dieser Herrscher in der Region Transoxanien ( das entspricht dem heutigen Zentralasien ) wahrlich Furore. Er übernahm von seinem Vater Dschingis Chan ( genau der, der bis nach Mitteleuropa vorgestoßen ist ) die Herrschaft in diesem Gebiet und errichtete eine Friedensherrschaft, welche unglaubliche vierhundert Jahre von seiner Dynastie fortgesetzt wurde. Verblüffend ist diese Beständigkeit, noch dazu in so unruhigen Zeiten, selbst heute hält sich eine Regierung gerade einmal vier Jahre. Und so sahen wir in diesem Chan ein Symbol für alles das was einen guten ZO ausmacht. Das sind Zielstrebigkeit und Beständigkeit, die Möglichkeit äußerster Gewaltanwendung bei gleichzeitiger Friedliebe. So beantragten wir den Schutz diese Namens für unseren Zwinger, einerseits um dem historischen Bezug gerecht zu werden und andererseits gefiel uns dieser Name auch. Die FCI teilte unsere Einschätzung, der Zwingername wurde uns gesichert und weltweit geschützt. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass wir dem ersten Träger dieses Namens gerecht werden können.
Die Prinzipien
In den vielen Jahren, welche wir schon der Hundehaltung widmen, fiel uns immer wieder auf, dass die meisten Leute eine Einstellung zu Tieren haben, welche sich doch erheblich von unserer eigenen Philosophie unterscheidet. So wie diese Personen unsere Art des Lebens nicht verstehen, bleibt uns deren Einstellung nur schwer zugänglich. Deshalb haben wir die für uns gültigen Regeln und Prinzipien einmal konkret formuliert. Nicht dass wir das jetzt alles extra erfunden hätten, nein, wir haben nur versucht unsere immer schon geltenden Werte einmal in einfache Sätze zu kleiden.
Unsere Hunde ( natürlich auch alle anderen unserer Haustiere ) sollen ein Leben führen können, welches ihren Bedürfnissen entspricht. Sich ein Tier, völlig gleichgültig welcher Spezies oder Rasse anzuschaffen bedeutet, gleichzeitig die Verpflichtung es ordentlich und artgerecht zu halten. Wir wollen keine Modegags, keine Vergewaltigung der Natur, deshalb wird bei uns auch nicht kupiert.
Vom ersten Moment der Tierhaltung geht man eine Verpflichtung ein. Gerade ein Hund kennt in dieser Beziehung keine Einschränkung, sein ganzes Leben widmet er seinem Besitzer. Wir als Besitzer versuchen im Gegenzug, nicht weniger zu geben als unsere Tiere.
Natürlich hält man seine Haustiere um sich selber Freude zu bereiten. Aber nur gesunde und vitale, gepflegte und fröhliche Tiere können Freude bringen. Wir Menschen finden unsere Befriedigung in der Zufriedenheit unserer Hunde.
Wenn unsere Tierhaltung irgendwelchen Profit abwerfen sollte, freuen wir uns natürlich darüber, der gewonnene Futtersack, der Verkaufsertrag welcher für einen Welpen erzielt wird, sind hilfreich unsere Art der Hundehaltung zu ermöglichen. Aber es ist nicht das Ziel etwas zu verdienen, der eigentliche Erfolg ist nicht materiell. Deshalb geben wir auch unsere Welpen nur an Leute ab, welche uns auch geeignet erscheinen, uns sympathisch sind.
Wir haben es uns zum Gesetz gemacht, den gemeinsam begonnen Weg auch gemeinsam zu beenden. Da wir alle schönen Seiten des Lebens mit unseren Tieren gemeinsam genießen ist es nur recht und billig auch die unschönen Dinge gemeinsam durchzustehen. Notfalls bis zum Ende.
Und wir haben auch nichts zu verbergen, Besucher sind jederzeit willkommen. Im Haus ist vielleicht nicht aufgeräumt, die Sesselleisten fehlen immer noch, der Garten sieht aus wie die pure Wildnis und im Hof regiert die Mischmaschine ( glücklicherweise nicht mehr - keine Mischmaschine mehr ), aber unsere Tiere kann man jederzeit sehen!
Erfolge auf Ausstellungen sind etwas wirklich Feines. Sie helfen mit, die Rasse, unsere Hunde und natürlich auch unseren Zwinger bekannt zu machen. Aber Ausstellungen sollen Herr und Hund Spaß machen, dürfen niemals zu einer zwanghaften oder gar quälend anstrengenden Manie werden. Wir besuchen so fünf bis zehn Ausstellungen pro Jahr, unsere “Pokalvitrine” füllt sich so vielleicht langsamer aber das ist uns genug.
Und wir vergessen unsere Freunde niemals. Wer uns geholfen hat, wer einen Hund von uns hat oder auf beliebige andere Weise in unseren Kreis geraten ist, kann sicher sein immer und mit jedem Anliegen bei uns Gehör zu finden. Vielleicht können wir nicht helfen oder raten, aber wir werden sicher unser Möglichstes tun.
Vielleicht ist diese Liste nicht vollständig, aber wir denken damit einen Überblick über unsere Philosophie gegeben zu haben.
Die Ziele
sind leicht beschrieben. Es geht uns darum, diese Hunde ordentlich zu halten und erfolgreich zu züchten. das klingt jetzt ganz einfach, ist jedoch eine recht ordentliche Aufgabe. Bedenkt man, wie selten und unbekannt diese Rasse in Österreich noch ist, kann man sich leicht vorstellen, welche Aufklärungsarbeit noch zu leisten ist. Und wie schmal unsere österreichische Zuchtbasis bei so ungefähr zwanzig Hunden in unserem Land ist. Dazu kommt ein oft völlig falsches Bild in der Öffentlichkeit. So bekommen wir ständig die selben, oft abstrusen Geschichten zu hören, über welche Informationsquellen diese Unglaublichkeiten verbreitet werden ist mir unklar, aber eigentlich auch völlig wurscht. Wir versuchen einfach richtige Information dagegen zu setzen und so die Wahrheit zu fördern.
Viele Freunde
Dabei helfen uns viele Freunde. Zum Teil natürlich in Österreich aber auch viele aus dem Ausland, teilweise weit weg. Unsere Kontakte reichen da von Italien über Ungarn, Slowakei, Tschechei über Polen und bis nach Russland. Ohne das freizügig weitergegeben Wissen, ohne die uneigennützige Unterstützung dieser Freunde wäre das Alles nicht möglich.
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