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Bemerkungen zum ZO 

Nachfolgend ist noch der komplette Rassestandard in der offiziellen Übersetzung zu finden . Einige Besonderheiten möchte ich aber dazu jedoch anmerken. So ist alles über das Kupieren der Ohren und der Rute einfach zu ignorieren. In Europa setzt sich ein Kupierverbot durch, in einigen Ländern dürfen kupierte Hunde gar nicht mehr ausgestellt werden ( Ohren & Rute -> D, Ohren -> CZ ) Auch die Beschreibung des Charakters ist für Hunde aus europäischen Zwingern nicht unbedingt zutreffend. Die “aktive Verteidigung” wird natürlich feststellbar sein, aber die Grundhaltung sollte doch eher neutral sein. Die Angaben zu der Größe sind in der Realität völlig untauglich, ein ZO-Rüde mit den als Minimum geforderten 65 cm Schulterhöhe ist ein Zwerg. In Russland werden Rüden mit einer Schulterhöhe von deutlich über 70 und knapp über 80 Zentimeter bevorzugt. Teilweise haben wir heute eher das Problem, dass ZO zu groß sind. Manche Rüden sind tatsächlich über 90 cm - und erheblich mehr. Dadurch leidet natürlich die Beweglichkeit, so etwas sollte eigentlich nicht sein. Augenfällig und bei keiner anderen Rasse so ausgeprägt ist der eklatante Größenunterschied zwischen Rüden und Hündinnen. Nicht die im Standard geforderten 5 Zentimeter sind die Regel, eher sind es schon 10, wie die beiden Bilder zeigen! Links kann man unsere AUDREY ( 68 cm ) mit unserem kleinen NAZIM ( 78 cm ) vergleichen, rechts sieht man die sehr massive AJKA Sadara Big ( 67 cm ) mit ihrem Sohn ARGO u Krale Jirihu ( 75 cm ).  In beiden Fällen ist der Unterschied deutlich. Der Formatindex in Prozent errechnet sich Rumpflänge durch Schulterhöhe mal hundert. Das bedeutet in verständlichem Deutsch, ZO sind ein wenig länger als hoch, aber nur ein wenig. Niemand der bei klarem Verstand ist wird versuchen so etwas mit einem Band oder besser einer Meßkluppe abzumessen, sieht der Hund schön proportioniert und gut aus, ist alles in Ordnung. Bei der Beschreibung der ZO-typischen Bewegung ( Trab ) wird der Begriff “Medianlinie” benutzt. Damit ist die Mittellinie gemeint, das soll heißen, dass der Trab weit ausgreifend ist. Dabei soll die Rückenlinie ruhig bleiben, der Hund nicht um die Längsachse schlingern. Und wie das dann aussieht, ist bei AUDREY auf der linken Seite ganz deutlich zu sehen. Die Bewegung und Eleganz des Hundes wird bewertet, nicht der Schweinsgalopp des abgebildeten Hundeführers !

Eine weitere Eigenart ist der Rassename, welcher im deutschsprachigen Raum benutzt wird. Die Russen, welche ja eigentlich die maßgebliche Nation sind nennen diese Hunde Sredneasiatskaya Ovtcharka, in der direkten Transkription aus dem kyrillischen Alphabet. Im osteuropäischen Sprachraum heißt er dann Stredoasiatska oder Srodoasisky, was insgesamt die Abkürzung SAO bedingt. Der englisch sprechende Hundefreund nennt in Central Asian Ovtcharka, und da Englisch als internationales Verständigungsmedium verwendet wird, ist auch die Bezeichnung CAO sehr verbreitet. Die Deutschen halten sich mit bekannter Gründlichkeit an den Text der Übersetzung, mixen ein wenig und haben dann einen MAO, was in Österreich natürlich nicht geht. Wir haben etwas ganz Eigenes, nämlich den ZO, eine Abkürzung welche sonst nirgendwo zu finden ist.