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Mit AUDREY zu BARTANG 

BARTANG Alu Crimea ist ein absoluter Ausnahmerüde. Sowohl von der Genetik wie auch vom Exterieur wirklich Spitzenklasse. Und sein Charakter ist vom Feinsten, ruhig und ausgeglichen. Das erste Mal sah ich ihn auf einer tschechischen Clubschau im September 2001 auf dem “Kynologicky Areal Zbraslav”. Das Gelände dort ist ganz wunderbar und das Wetter war bestens. Zwar wurde meine AUDREY von der Formwertrichterin kalt abgeschossen aber BARTI hat bei uns einen tollen Eindruck hinterlassen. Unsere Suche nach dem idealen Rüden dauerte lange , aber es wurde uns immer klarer, das ist der Richtige. Im Spätsommer 2002 wurde es akut. Wir nahmen erneut Kontakt mit Eva Meyerova, seiner Besitzerin auf und dann ging es nach Ostrava. Wir stopften uns, unsere Hunde und das Gepäck in unseren alten Fiat Tipo, wahrlich keine leichte Aufgabe. Von Obersiebenbrunn ist es auf der B9 eine knappe Stunde bis an die Grenze zu der Tschechischen Republik. Der Grenzübergang Reinthal ist sehr klein, dort gibt es keine Wartezeit. Direkt nach der Grenzstadt Breclav ( Breslau ) kann man auf die Autobahn auffahren, von dort über Brno und Olomouc ist es noch eine Fahrzeit von rund drei Stunden bis nach Ostrava. Der Zustand der Autobahnen ist durchwegs tadellos, dadurch ist die Fahrt keine besondere Anstrengung. Dank unserer Beziehungen war sogar das Hotelzimmer für uns schon gebucht. Das Hotel “Harmony” ist ein durchaus jeden Anforderungen entsprechendes Haus mit einem wirklich guten Restaurant und sehr nettem Personal. Die größte Überraschung aber war Ostrava selber. Verschrieen als schmutzige Industriestadt, verseucht durch die Nähe zur polnischen Grenze. Tatsächlich erlebten wir eine gepflegte, saubere Stadt, mit großzügig angelegten Plätzen, verschiedensten Lokalen und Geschäften. Und alles dort sehr hundefreundlich, so bekamen in einem Cafehaus auf dem Hauptplatz zuerst die Hunde Wasser und dann erst wir unseren Kava s mlekem. Der riesige Supermarkt, fünf Minuten Fußweg vom Hotel entfernt, hat praktisch rund um die Uhr offen, man kann am Sonntag in aller Frühe Waschpulver kaufen ( natürlich nur, wenn man gerade Waschpulver braucht ). Und Martina bekam dort genau die Jeans, welche sie schon seit immer und ewig gesucht hatte und die es in Österreich noch immer nicht gibt - oder so ähnlich - das Teil hat praktisch nix gekostet. Eva wohnte mit ihren Hunden nicht direkt in Ostrava sondern in Orlova, einer Vorstadt. Dort hatte sie ein recht großes Grundstück - in der Zwischenzeit haben sie übersiedeln müssen. Das neue Domizil soll noch besser geeignet sein, wir kennen es noch nicht. Dort hatten die Hunde und auch wir einmal richtig Gelegenheit einander kennen zu lernen. Natürlich haben wir es vermieden ATTI und BARTI unbeaufsichtigt zusammen zu lassen, das wäre dem Werben BARTI’s sicher abträglich gewesen, ATTI betrachtete AUDREY immer als die seine. Dass es umgekehrt genau so war, stellten wir dann anlässlich des Deckaktes fest. Es bedurfte da all meiner Überredungskunst ( und auch einiger strenger Worte ) um AUDREY davon zu überzeugen, dass BARTANG nur seinen Job tut. Aber zu guter letzt klappte es dann doch noch ganz hervorragend. AUDREY war es recht, BARTANG zufrieden und ich glücklich. Sehr hilfreich war es, dass BARTANG ein so freundliches Wesen hat. Er akzeptierte mich, meine Gegenwart und meine Hilfestellung ganz ohne Problem. Es ist anfangs schon ein ganz eigenes Gefühl, so auf dem Boden neben den Hunden zu knien, den mächtigen Kopf des rund siebzig Kilo schweren Rüden so direkt an seinem Gesicht. Die Kraft und Masse der Hunde wird einem im täglichen Leben gar nicht so bewusst, aber wenn man die beiden Flitterwöchner so halten und stützen muss um alles auf den richtigen Weg zu bringen, merkt man, wie gewaltig die Kraft dieser Tiere ist. Ich halte mich nicht gerade für einen Schwächling, aber meine eigenen neunzig Kilo sind absolut nichts gegen die so an die hundertzwanzig Kilo der zwei Hunde. Die eigene Sterblichkeit wird einem bei einem so direkten und unmittelbaren Kontakt erst richtig bewusst. Einen netten Vergleich  bietet ein Foto, auf dem BARTANG neben einem Tschechoslowakischen Wolfshund posiert, so ein Wolfshund sieht nicht nur so aus, er ist auch so groß wie ein Wolf. Übrigens ist auch dieser Vlcak im Besitz von Frau Mayerova, was die Sache mit dem Foto natürlich stark vereinfacht. Nachdem wir die organischen Dinge so erfolgreich hinter uns gebracht hatten, galt es nur mehr, die entsprechenden Papiere auszufüllen, was uns vor kein Problem stellte. Die Heimreise ging dann natürlich in guter Stimmung voller Erwartungen und Hoffnungen. Bis knapp vor Weihnachten mussten wir warten, bis  wir uns sicher sein konnten, dass Nachwuchs unterwegs war. Auf Untersuchungen mit Ultraschall oder gar Röntgen verzichteten wir, dafür gab es keinen medizinischen Anlass und nur die Neugierde zu befriedigen war uns nicht wichtig genug. Wie gesagt, Mitte Dezember wussten wir auch so, Ende der ersten Jännerwoche würde es Nachwuchs bei uns geben. Am 6. Jänner begann dann auch ein neues Kapitel - “Der A-Wurf”

Wir hofften bei der Verpaarung von AUDREY mit BARTANG auf großrahmige und starkknochige Hundebabys. Und ein dreiviertel Jahr später hatten wir die Möglichkeit eines direkten Vergleiches. Auf unserer Fahrt nach Warszawa um NAZIM zu holen machten wir Halt in Ostrava. Diese Gelegenheit nutzten wir natürlich, um unsere AISHA neben ihren Vater zu setzen. Mehr darüber aber im Bericht “NAZIM kommt”. Abschließend kann festgehalten werden, dass die genetischen Eigenschaften welche BARTANG besitzt und auch weitergegeben hat, wohl das Beste sind was man sich nur wünschen kann.