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Irgendwann wird jeder Hundefreund und jeder Hundebesitzer als Besucher auf einer Hundeausstellungen gewesen sein. Wenn einem diese Art von Veranstaltungen interessant erscheint und man an diesem Geschehen Gefallen gefunden hat, wird man irgendwann einmal selber mit seinem Hund im Ring stehen wollen. Und wer sich mit dem Gedanken an eine Zucht trägt, wird letztendlich um das Ausstellen seines Hundes nicht herumkommen. Bei vielen Rassen ist es zur Erlangung der Zuchtzulassung sogar notwendig, neben der vom Zuchtverein abgehaltenen verbindlichen Zuchttauglichkeitsprüfung auch eine entsprechende Formwertnote oder vielleicht gar eine Arbeitsprüfung vorweisen zu können. Für den Zentralasiatischen Ovtcharka ist eine Formwertnote von “Sehr Gut”, erzielt auf einer von der FCI anerkannten Schau notwendig, um zur Zucht zugelassen zu werden.
Wenn die Motivation mit seinem Hund an einer Ausstellung teilzunehmen einfach darin besteht, etwas Gemeinsames zu erleben, gleich gesinnte Leute zu tre ffen und ganz einfach richtig Spaß zu haben und etwas Neues zu erleben, sind das die geradezu ideale Voraussetzung. Ja, und gewinnen will man natürlich auch! Wenn aber ein Hundebesitzer krampfhaft und unter einem übersteigerten, oftmals geradezu lächerlichem Leistungszwang bei einer Ausstellung antritt, ist das keine erfreuliche Erscheinung und ganz sicher keine Grundlage für einen echten Erfolg. Ein gewisser gesunder Ehrgeiz wird sich ganz von selber einstellen, jeder normale Mensch will lieber gewinnen als verlieren, und dann ist der Besitzer meist nervöser als der Hund. Aber zum Trost und zur Beruhigung für alle jene Nervösen, ein gewisse Anspannung wird sich bei jeder Ausstellung einstellen, egal an wie vielen solchen Wettbewerben man schon teilgenommen hat und das auch unabhängig von allen Erfolgen. So etwas ist so schon ganz in Ordnung, denn ich denke, dass diese Nervenanspannung gut und notwendig ist, verhilft sie einem doch zu höchster Konzentration und ist der Beweis, dass einem der Erfolg am Herzen liegt.
Es soll und darf aber auch nicht verschwiegen werden, dass im Falle man züchten will, einige plakative Ausstellungserfolge der Elterntiere den Verkauf der Welpen doch deutlich erleichtern . Verständlicher Weise ist dem potentiellen Käufer der Junghunde ganz einfach der vordergründig logische Gedankengang prämierte Eltern = hervorragende Welpen geläufig. Nur sehr schwer kann man einem Laien klar machen, dass die Ausstellungserfolge der Eltern nicht vererblich sind, dass die Genetik eine überaus komplizierte Wissenschaft ist und oft die Zuchtergebnisse sowohl im positiven wie auch im negativen vollkommen überraschend sein können. Wegen dieser dann doch etwas unlogischen Weltsicht ist es vielleicht besser, einige Ausstellungen mehr als unbedingt notwendig zu besuchen um auf diese Weise ganz einfach die “Qualität” seines Hundes beweisen zu können.
Egal was einen dazu antreibt mit seinem Hund in den Ring zu gehen, es gilt einige Regeln einzuhalten. Einerseits ist das gesamte Ausstellungswesen durch die Ausstellungsordnung und andererseits durch veterinärbehördliche Vorschriften geregelt. Darüber hinaus hat sich eine gewisse Etikette eingebürgert, welche einem hilft, die manchmal doch recht anstrengenden Ausstellungstage unbeschadet an Leib und Seele zu überstehen.
Wie komme ich nun mit meinem Hund zu einer Ausstellung? Voraussetzung ist vorerst, dass ich die Dokumente meines Hundes in Ordnung und bei der Hand habe. Das sind die Ahnentafel mit ÖHZB-Nr. und der Internationale Impfpaß welcher seit neuestem durch den EU-Heimtierausweis ersetzt wurde. Ein aufrechter Tollwutimpfschutz ist nämlich unbedingt notwendig. Mit diesen Unterlagen kann man daran gehen sich als Aussteller für eine bestimmte Ausstellung anzumelden. Meist beginnt man mit jener Ausstellung, welche einem schon als Besucher gefallen hat oder die in der Nähe des Wohnortes stattfindet.
Wenn man sich völlig unsicher ist, was man am Besten tun oder lassen soll, gibt es in jedem anständigen Verein ein Ausstellungsreferat welches einen am zuverlässigsten und qualifiziertesten beraten, einem behilflich sein wird, die richtigen Formulare zu beschaffen und einem über die ersten Hürden hinweghelfen kann.
Je nachdem für welche Veranstaltung man sich entschieden hat, erhält man die Meldeformulare entweder über das Ausstellungsreferat seines Vereines, des ÖKV, direkt vom Veranstalter oder auch auf Umwegen von anderen Hundebesitzern. Dieses Formular auszufüllen ist eine reine Geduldsübung, praktisch kann man alle notwendige Information vom Pedigree abschreiben. Wichtiger sind schon die Termine für den Meldeschluss. Es werden zwei Termine als Meldeschluss angegeben. Das sieht zum Beispiel dann so aus:
- Ausstellungstermin 28. & 29. Oktober
- 1. Meldeschluss 2. September
- 2. Meldeschluss 30. September
Langt die Anmeldung bis zum 1.Meldeschluß in der Ausstellungsleitung ein, ist die Ausstellungsgebühr ohne Aufschlag zu bezahlen. Trifft sie erst zum 2. Meldeschluss ein, wird ein gewisser Mehrbetrag verrechnet, etwa zwanzig Prozent. Das ist dadurch zu erklären, dass durch die verkürzte Zeitspanne zur Bearbeitung der Unterlagen dem Ausstellungsbüro ein recht erheblicher Mehraufwand entsteht. Und so einen Katalog zu erstellen ist eine Riesenarbeit - ich habe das selber schon gemacht und weiß das ganz genau! Laut der Ausstellungsordnung des ÖKV, welche den international gültigen Regelungen entsprechend sind, muss der auszustellende Hund zwingend im offiziellen Ausstellungskatalog aufgeführt sein, und das, sowie die notwendige Vorbereitung der Bewertungsbögen und die rechtzeitige Bestellung der Richter macht eine gewisse Vorlaufzeit für den Veranstalter verständlicherweise notwendig.
Hat man nun alles richtig ausgefüllt und mit der Kopie der Ahnentafel auch rechtzeitig an die richtige Adresse geschickt, erhält man ein bis zwei Wochen später per Post die Annahmebestätigung. Diese sollte man gleich auf die Richtigkeit der eingetragenen Personalia des Hundebesitzers und Daten des Hundes überprüfen. Wenn die Einträge nicht korrekt sind oder gar keine Annahmebestätigung eintrifft, tut man gut daran, umgehend mit der Ausstellungsleitung Kontakt aufzunehmen. Normalerweise funktioniert das Meldewesen aber wirklich ganz ausgezeichnet, die Mitarbeiter aller dieser Veranstaltungen sind Idealisten, arbeiten teilweise ehrenamtlich und sind somit auch dementsprechend engagiert.
Ausstellungen finden immer an Wochenenden statt, am Samstag werden die Rassen welche in den FCI – Gruppen III, IV, V, VI, VII, VIII und X aufgeführt sind bewertet, der Sonntag ist für die Bewertung der Rassen der FCI – Gruppen I, II und IX vorgesehen. Unsere Zentralasiatischen Ovtcharka sind in der gültigen Nomenklatur der FCI in der Gruppe 2 ( Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde ), in der Sektion 2.2 ( Molosser / Berghunde ) mit der Rassenummer 335 verzeichnet.
Ganz unumgänglich wichtig ist es, die Dokumente des Hundes im Original mitzubringen, das sind
- 1. der Impfpaß ( EU-Heimtierausweis ) mit gültiger Tollwutimpfung
- 2. Die Ahnentafel
- 3. Wenn vorhanden, die Beilage zum Abstammungsnachweis, in welche die Ausstellungsergebnisse eingetragen werden.
- 4. Wenn schon erreicht, das Dokument der Championatsverleihung
Ohne den Nachweis eines bestehenden Tollwutimpfschutzes bleibt dem Hund der Zutritt zu jeder Ausstellung verwehrt, die Meldegebühr ist somit verloren und der ganze Tag ist verdorben! Dieser Impfschutz wird dann als gegeben angesehen, wenn die durchgeführte Impfung nicht länger als ein Jahr und nicht weniger lang als einen Monat zurückliegt. Wer seinen Hund im üblichen Jahresintervall impfen lässt, kann somit beruhigt jede Ausstellung besuchen.
Und dieser Ausstellungstag beginnt meist sehr, sehr zeitig in der Früh. Der Beginn des Wettbewerbes, also des Richtens ist in der Regel so um 9:00 oder 10:00, Einlass für die Aussteller in das Gelände ist dann üblicherweise eine Stunde vorher. Um einen angenehmen Platz in einem halbwegs ruhigen Winkel in der Nähe des Ringes zu belegen, muss man möglichst früh vor Ort sein.
Wenn man sich seine Unterlagen und sein Zubehör bereits am Vortag griffbereit zusammenpackt, tut man sich während des ersten Ansturmes auf das Ausstellungsgelände naturgemäß viel leichter. Wegen des dort manchmal herrschenden Gedränges empfiehlt es sich, allen Hunden einen Beißkorb aufzusetzen. Das ist zwar nicht Vorschrift aber es verhindert Missverständnisse. Bereits am Eingang muss man seine Papiere griffbereit haben, die Impfpässe werden vor dem Betreten des Geländes von einem Fachkundigen, oft sogar einem Tierarzt kontrolliert. Und nicht vergessen, die Annahmebestätigung ist auch gleichzeitig die Eintrittskarte für einen Hund und eine Person sowie der Gutschein für den Katalog. Man darf auch das nötige Bargeld nicht vergessen, da weitere Hunde oder Begleitpersonen meist gesondert zur Kasse gebeten werden, manche Ausstellungsleitungen sind da sehr kulant (Brno), manche hingegen recht rigoros (Tulln). Der Katalog ist notwend ig um die Halle und den Ring zu finden in welchem die jeweilige Rasse gerichtet wird. Bei großen Ausstellungen ist neben diesen Listen meist auch ein Übersichtsplan des Ausstellungsgelände enthalten, welcher sehr hilfreich sein kann. Findet man trotzdem nicht zu seinem Ring, sind in der Regel genügend Offizielle vor Ort die einem gerne weiterhelfen, oder Besitzer von anderen Hunden sind gerne bereit einen zu unterstützen. Wenn man ein wenig die Nerven behält, wird man in kurzer Zeit an der richtigen Stelle landen. Hat man dann dort seine Utensilien, wie Decken und Trinkschüssel für den Hund, Campingstühle und Kühltaschen für den Besitzer aufgebaut hat, wird dieser kleine Privatbereich von den anderen Ausstellern anstandslos akzeptiert. Dieser inoffizielle, vorhin bereits erwähnte Kodex der Hundebesitzer ist ein sehr ausgefeilter und seit Jahren ausgereift. Kaum ein Hundebesitzer wird sich über die Privatgegenstände hermachen, den Hund durch Zudringlichkeiten belästigen oder einem die Sicht rücksichtslos verstellen. Wir als ZO-Besitzer können unserer Habseligkeiten ohnehin sicher sein, aber manche Uneinsichtige können den Hunden zu nahe kommen. Manche der Ausstellungsbesucher kennen aber schon ganz und gar keinen Anstand und trampeln und drängen über alles und jeden hinweg. Hunde kleiner oder sensibler Rassen können dabei sehr unter rücksichtslosen Besuchern leiden, im Gegenzug können rücksichtslose Besucher sehr unter Zentralasiaten leiden.
Ist es einem gelungen seinen Hund / seine Hunde endlich gut unterzubringen, kann man daran gehen die restlichen Formalitäten zu erledigen. Mit der Annahmebestätigung als Beleg werden dem Aussteller die Startnummer und der Katalog ausgehändigt. Den Katalog erhält man meist schon an der Kassa, wo man ja seinen Gutschein für den Eintritt in die Ausstellung einlöst, manchmal jedoch auch im Ausstellungsbüro. Die Startnummer wird entweder ( meistens ) direkt im Ring am Richtertische oder ebenfalls im Ausstellungsbüro ausgegeben. Aber Achtung, nicht immer sind die Nummern selbstklebend, eine Sicherheitsnadel oder spezielle Clips sind somit unbedingt notwendige Requisiten. Es hat sich gezeigt, dass wir Hundebesitzer bei allem Konkurrenzdenken eine verschworene Gemeinschaft sind, wer keinen Clip und keine Nadel hat wird unter Garantie von einem anderen Aussteller irgend ein geeignetes Hilfsmittel zumindest für die Dauer seines Auftrittes leihweise erhalten.
In der Praxis hat es sich sehr gut bewährt, so ein Ausstellung zu einem Familienausflug zu machen, dann kann man die Aufgaben verteilen und der Stress reduziert sich beträchtlich. Hat man kleinere Kinder in der Familie ist aber unbedingt zu beachten, dass für Kinder unter einem gewissen Lebensalter dieser Ausstellungstag eine unzumutbare Belastung darstellt. Eine möglicherweise stundenlange Autofahrt, mehrere Stunden des Wartens in der Ausstellungshalle oder auf dem Freigelände sind für Kinder sicher nicht besonders lustig oder interessant. Aus diesem Grund würde ich Kinder unter einem Alter von sagen wir einmal zehn Lebensjahren nicht unbedingt auf eine Ausstellung mitnehmen. Natürlich gibt es Kinder welche Ihren Hund begleiten wollen, vielleicht sogar vorführen können und schon in früher Jugend einen starken Bezug zu den Hunden besitzen. So ist die Tochter der Familie Nentwich seit frühester Jugend auf allen Ausstellungen dabei, beschäftigt sich mit den Hunden und hat dabei ihren Spaß. Diese Eigenschaften sollte man vorsichtig fördern, bei Juniorhandlingbewerben mit Erfolgserlebnissen belohnen, aber bitte nicht überfordern. Sich langweilende, quengelnde und unruhige Kinder sind nicht nur eine Belastung für die Eltern, welche sich ja auf die Bewertung ihres Hundes konzentrieren wollen, sondern auch eine Zumutung für die anderen Aussteller.
Das Richterkollegium, bestehend aus dem Formwertrichter, einem Schriftführer und einem oder mehrerer Beirichtern und Helfer trifft meist auch schon lange vor Beginn des Richtens ein, um seine Unterlagen vorzubereiten. Bis dann endlich das Richten der Hunde beginnt, sind die meisten Hundebesitzer schon recht nervös, auch wenn das niemand zugeben wird, siehe Beginn dieses Kapitels. Die Hunde werden in der Reihenfolge ihrer Startnummer bewertet. Diese Reihenfolge, die es natürlich auch innerhalb der Rassen einzuhalten gilt, wird erstens durch das Alter und zweitens durch den Zeitpunkt des Eintreffens der Meldung bestimmt. Diesem Vorgehen muss man schon einige Aufmerksamkeit widmen, denn tritt man nicht rechtzeitig in den Ring, kann es schon sein, dass der Zuspätgekommene Hund nicht bewertet wird. Die Ausstellungsordnung ist in diesem Punkt recht rigoros, die Richter meist deutlich kulanter, aber darauf sollte man sich besser nicht verlassen. Begonnen wird immer mit den Rüden der Jüngstenklasse, dann folgt die Jugendklasse, die Zwischenklasse, die Offene Klasse und abschließend die Championklasse. Abschließend treten die Sieger der Zwischenklasse, der Offenen Klasse und der Championklasse gegeneinander an um den besten Rüden zu ermitteln. Wenn das geschehen ist beginnt die gleiche Prozedur mit den Hündinnen. Nach der Ermittlung der besten Hündin, treffen der siegreiche Rüde und die beste Hündin im Ring aufeinander, um den Rassensieger zu ermitteln. Ein kleiner Hinweis für Hündinnenbesitzer, wenn der Rüde Rassebester wird braucht man nicht traurig zu sein, in fast allen Fällen die ich erlebt habe, wird die größere Masse des Rüden über die Eleganz der Hündin gestellt, BOB ist praktisch ein Rüdentitel.
Es gibt jedoch unter Umständen eine Änderung der Reihenfolge, eine ganze Rasse kann an das Ende des Bewerbes verschoben werden, wenn eine läufige Hündin den Ring mit ihrem Geruch für die nachfolgenden Rüden anderer Rassen “verseuchen” könnte.
Jeder an einer Ausstellung teilnehmende Hund erhält eine Beschreibung mit einer Formwertnote, eventuell eine Schleife und eine Urkunde.
In der Jüngstenklasse werden die Noten “Vielversprechend”, ”Versprechend”, ”Noch entsprechend” und “Nicht entsprechend” vergeben, bis zum “Nicht entsprechend” wird jeder Hund mit einer rosa Schleife geschmückt.
In den anderen Klassen werden die Noten “Vorzüglich”, “Sehr gut”, “Gurt”, “Befriedigend”, “Genügend” und “Nicht genügend” vergeben. Die ersten vier Hunde werden mit den Plätzen 1 bis 4 gereiht. Für “V” wird die Schleife in blau, für “SG” in rot, für “Gut” in gelb, für “B” in grün und in weiß für “Genügend” vergeben. Zusätzlich wird für die Zuerkennung einer Anwartschaft für den Erwerb eines Championates, Rasse- und Tagessieger werden mehrfarbige Bänder zur Kennzeichnung verwendet. Diese Bänder sind bis zum Ende der Ausstellung vom Hund am Halsband oder der Leine zu tragen. Die weiteren Details zur Regelung der Ausstellungen sind in der “Ausstellungsordnung des ÖKV” nachzulesen.
Jeder Teilnehmer an einer Ausstellung ist natürlich von seinem Hund überzeugt und will da s bestmögliche Ergebnis erzielen. Dabei ist die Kondition des Hundes und das Geschick beim Vorführen ein nicht unwesentlicher Faktor. Der Zentralasiatische Ovtcharka soll sich fließend und kraftvoll bewegen, dabei massig und muskulös wirken. Das bedeutet ständiges Training, der Hund muss laufen und schwimmen, graben und springen, um seinen Körper zu entwickeln. Der Gehorsam des Hundes ist genauso wichtig, nur wenn der Besitzer seinen Hund wirklich kontrollieren kann, ist eine reibungslose Schau möglich. Raufende oder an der Leine zerrende Hunde sind ein Problem, bei Hunden welche sich absolut nicht kontrollieren lassen, droht der Ausschluss von der Bewertung! Obwohl bei unserer Rasse von den Richtern meist ein etwas raueres Verhalten akzeptiert wird, ist es unbedingt notwendig, dass der Hund sich weitgehend neutral präsentiert und auch das Herzeigen der Zähne sollte ohne unnötige Probleme möglich sein.
Die meisten Zentralasiatische Ovtcharka lieben Zudringlichkeiten von Fremden n icht und wollen sich von ihnen schon gar nicht anfassen lassen. Die meisten Richter wissen das und verhalten sich daher sehr vernünftig. Bei allen im Rahmen der Bewertung notwendigen direkten Körperkontakten, wie etwa Kontrolle auf Monorchismus, Ernährungszustand oder Knochensubstanz, ist es auch im Interesse des Ausstellers, seinen Hund ruhig zu halten. Mit einiger Gewöhnung und genügend Vertrauen geht das auch tadellos. Wenn man den Kopf des Hundes vorsichtig aber bestimmt fixiert sollte das auch, immer etwas Übung vorausgesetzt, gut möglich sein. Leider gibt es aber auch Richter welche geradezu leichtsinnig agieren. In diesem Fall muss man ganz besonders aufmerksam sein, ständig den Hund kontrollieren und durch schnelles Agieren dem Richter gar keine Gelegenheit bieten, unvorsichtige Handlungen zu setzen, etwa dem Hund selber in das Maul zu fassen.
Da wir ja einige Hunde haben, welche auf Ausstellungen gezeigt werden und wir auch im Ausland ausstellen, haben wir uns folgendes angewöhnt. Wir machen aus so einem Ausstellungstag gleich einen ganzen Kurzurlaub. Auf diese Weise verliert der Ausstellungstag selber viel von seinem Stress und wir lernen Land und Leute kennen. Im Norden und Osten ( Polen, Tschechei, Slowakei oder Ungarn ) sind die Quartiere gut erschwinglich. Im Süden und Westen ( Italien, Deutschland und auch Österreich ) wohnen wir im Wohnwagen. In den Berichten ist die “Clubschau CZ - Mlada Boleslav” zu finden, ein nettes Beispiel für so einen Ausstellungsurlaub.
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